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Herzdruckmassage trainieren

14.09.2018

Am Donnerstag, 20. September, bietet die Klinik Eichstätt von 14 bis 16 Uhr eine Übung in Wiederbelebung an. Jeder, der möchte, kann in der Eingangshalle die Herzdruckmassage an einer Reanimationspuppe versuchen und wird dabei von Anästhesisten und Notärzten angeleitet.

Das Hands-on-Training möchte die Scheu davor nehmen, im Ernstfall tätig zu werden. „Wer an einer Puppe ausprobiert hat, wie schnell und wie stark eine Herzdruckmassage ausgeführt werden muss, traut sich eher, sein Können auch am echten Menschen anzuwenden“, sagt Notarzt Dr. Joachim Munk, der sein Wissen bei der Übungseinheit weitergeben wird.

Veranstaltet wird das Herzdruckmassage-Training im Rahmen der Woche der Wiederbelebung. Deren Ziel ist es, Laien auf den Ernstfall einer Reanimation vorzubereiten.

Herzdruckmassage steigert die Überlebenschance

Hintergrund der Aktionswoche sind Zahlen, die betroffen machen. Rund 65.000 Menschen erleiden jedes Jahr einen Herzstillstand. Die Überlebensrate liegt bei 10 bis 20 Prozent. Die Überlebenschance der Patienten könnte jedoch verdreifacht werden, wenn Laien und Ersthelfer eine Herzdruckmassage durchführen würden, bis die Rettungskräfte eintreffen. Bisher trauen sich dies gerade in Deutschland viel zu wenige Menschen. Nur 15 Prozent der Laien beginnen hierzulande mit der Wiederbelebung, bevor der Notarzt eintrifft. In Schweden oder Norwegen sind es 60 Prozent.