Klinik Kösching ist Qualifizierungsstätte für Interventionelle Gefäßtherapie

28.09.2017

Als eine von nur 3 Kliniken in Bayern darf sich die Klinik Kösching Qualifizierungsstätte für Interventionelle Therapie der arteriellen Gefäßerkrankungen nennen. Das heißt, das gefäßmedizinische Team um Chefarzt Prof. Alexander Hansen darf Ärzte darin ausbilden, Gefäßerkrankungen an Arterien interventionell zu behandeln.

Sie werden zukünftig Ärzte im Katheterlabor ausbilden: Prof. Alexander Hansen und der leitende Oberarzt Dr. med. Mahdi Shahmohammadi.

Eine typische Gefäßerkrankung ist die Kalkablagerung an den Gefäßwänden. Der Kalk wächst vom Rand der Gefäße zu dicken Ablagerungen heran, die in die Blutstrombahn hineinragen und sie bis hin zum völligen Gefäßverschluss verengen. Weit vor den gefürchteten Tumorerkrankungen ist dies die Todesursache Nummer eins. Eine weitere Gefäßkrankheit ist die periphere arterielle Verschlusskrankheit, im Volksmund Schaufensterkrankheit/Raucherbein genannt. Sie nimmt parallel zur demografischen Entwicklung in der westlichen Gesellschaft zu. 

Krankheiten wie die oben genannten werden heute immer öfter minimalinvasiv mit Kathetertechnik statt chirurgisch behandelt. Die Möglichkeiten dieser Behandlungsart schreiten rasant voran. Daher muss es gute Ausbildungsstätten geben, die Fachärzten die Behandlungsmöglichkeiten und -techniken vermitteln. Eine dieser Ausbildungsstätten ist die Abteilung für Interventionelle Angiologie in der Klinik Kösching.

Den Lehrplan und die Standards für die Ausbildung geben die Deutsche Gesellschaft für Angiologie/Gefäßmedizin und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) vor. Das Curriculum ist modular eingeteilt. Die Stufen beginnen mit dem Erlernen diagnostischer Katheteruntersuchungen. Über die Dauer von zwei Jahren werden theoretisches Wissen und praktische Fähigkeiten so gesteigert, dass  die Ärzte selbstständig komplexe Angioplastieprozeduren durchführen können.

Die Ausbildung haben 2014 auch Chefarzt Prof. Alexander Hansen, der leitende Oberarzt Dr. Mahdi Shahmohammadi und Oberärztin Katrin Westhoff abgeschlossen. Jetzt geben sie ihr Wissen, das natürlich regelmäßig aufgefrischt und erweitert wird, an Fachärzte weiter. Der große Teil der Ausbildung findet am modernen, voll ausgerüsteten Katheter-Arbeitsplatz statt, der 2016 erst neu in der Klinik installiert wurde.

Die Abteilung für Angiologie freut sich über die Zertifizierung als Ausbildungszentrum für die Zusatzbezeichnung „Interventionelle Angiologie“. „Diese Zertifizierung unterstreicht unseren Anspruch an eine strukturierte und exzellente Ausbildung in der interventionellen Angiologie auch für unsere Assistenzärzte“, sagt Prof. Hansen, „und bildet die Grundlage für die bestmögliche Versorgung der großen Patientenzahlen insgesamt in Deutschland.“